BKR-Klostertage 2024

Die achten Klostertage des BKR finden vom 22. – 24. März 2024 (Fr.-So.) im Franziskaner-Kloster Frauenberg (www.kloster frauenberg.de) in Fulda statt.

Das Wochenende wird die Gelegenheit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen. Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen wird (nach den Themen „Gerechtigkeit“ 2015 „Barmherzigkeit“ 2016, „Wahrheit“ 2017 „Tapferkeit 2018, „Mäßigung“ 2019 „Gerechtigkeit“ 2020 und „Gott ins Leben lassen“ 2023) das Thema „Immer gehe dem Abt Barmherzigkeit über strenges Gericht, damit er selbst Gleiches erfahre.“ (RB 64,10) stehen. In den Tiefen des Geheimnisses der göttlichen Barmherzigkeit pulsiert die Freude Gottes in die Welt einzutreten. Deshalb ist die Barmherzigkeit nicht eine Kraft, die nur aktiv wird angesichts der Schwäche oder Unvollkommenheit derer, die uns umgeben, sondern sie ist bedingungslose Liebe, die nicht rechnet; ein Licht, das überall hingelangt und das die christlichen Tugenden zu liebenswerten, anziehenden Zügen einer Person werden lässt. Wenn wir Gottes Barmherzigkeit Zutritt zur Seele gewähren, regt sie uns dazu an, unsere Liebe zu prüfen und die Winkel zu entdecken, in denen sich unser Herz versteckt hat oder fast unmerklich eingeschlafen ist. Sie zeigt uns, dass wir für die anderen leben, und reißt uns aus einem übertriebenen Streben nach persönlicher Sicherheit heraus, die wenig Raum lässt für Gott und für die anderen, die mit uns zusammen sind oder denen wir begegnen.

Wir haben das Programm wie folgt geplant:

Freitag: Begrüßung und Vortrag von P. Cornelius Bohl ofm – Guardian der Franziskaner auf dem Frauenberg.
Samstag: „Immer gehe dem Abt Barmherzigkeit über strenges Gericht, damit er selbst Gleiches erfahre.“ – Vortrag und Diskussion mit Abtprimas em. Notker Wolf OSB. (Dr. phil. Notker Wolf OSB, geboren 1940 in Grönenbach im Allgäu, trat 1961 in die Erzabtei St. Ottilien ein, wurde 1968 zum Priester geweiht. 1962-1965 Studien der Philosophie an der Päpstlichen Hochschule von S. Anselmo/Rom, 1965-1970 der Philosophie, Theologie und Naturwissenschaften an der LMU München. 1971-1977 Professor für Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie in S. Anselmo. 1977 Wahl zum Erzabt von St. Ottilien und Abtpräses der gleichnamigen Kongregation. 2000 Wahl zum Abtprimas der Benediktinerkonföderation, wiedergewählt 2008 und 2012. Seit Herbst 2016 wieder Mönch in der Erzabtei St. Ottilien. Daneben ist er Autor zahlreicher Bestsellerbücher. Sein Hobbies sind Querflöte und Fremdsprachen.
Sonntag: Vortrag zu einem kirchrechtlichen Thema oder Nachbetrachtung/Vertiefung der Einkehr.

Das Programm am Samstag wird ergänzt durch die Morgenandacht der Franziskaner, einem Austausch mit Michael Brand, MdB in der Mittagspause und einem gemütlichen Ausklang mit Abendessen im Restaurant „Romantica“ in der Altstadt. Am Sonntag Heilige Messe zu Palmsonntag auf dem Frauenberg.

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Zimmer begrenzt. Bei Bedarf an einer Belegung als Doppelzimmer muss dies zuvor geklärt werden. Die Kosten werden bei EUR 300,00 pro Person liegen. Dieser Betrag einhaltet die Unterbringung im Einzelzimmer, Vollpension sowie einen geringen Tagungsbeitrag für die weiteren Kosten. Bei einer Absage sechs Wochen vor dem Termin entstehen Kosten in Höhe von 30 % des Tagungsbeitrags, bei einer Absage eine Woche vor Beginn in Höhe von 60 %. Es besteht aber selbstverständlich die Möglichkeit, einen Ersatzteilnehmer zu stellen. Auch Nichtmitglieder sind herzlich Willkommen!

Anmeldeschluss: 29. Februar 2024 (an: Roger.Zoerb[at]Rechtsanwalt-Zoerb.de)

Pressemitteilung zum Entwurf des zweiten Gesetzes zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes


Zum von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurf des zweiten Gesetzes zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes mit dem Ziel des zum Verbots von Versammlungen vor Einrichtungen zur Vornahme von Schwangerschaftsabbrüchen und Beratungsstellen erklärt der Vorstand des BKR:

Der Beschluss des Kabinetts, Gebetswachen vor Beratungsstellen zu verbieten, ist ein massiver Eingriff in die Rechte auf Religions-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Ein stilles Gebet kann nicht Hass und Hetze sein, sondern ist ein letzter Versuch, die oft verzweifelten Frauen in ihrer Notlage sowie ihre ungeborenen Kinder durch Gebete zu begleiten. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass im Gesetzentwurf das Zitiergebot gemäß Art. 19 Abs. 1 S. 2 GG nur bzgl. Art. 8 GG, nicht jedoch bzgl. Art. 4 GG und Art. 5 GG beachtet wird.


Die Politik betont immer wieder, dass Versammlungs- und Meinungsfreiheit hohe Güter seien und es keinen Schutz vor Konfrontation mit unliebsamen Meinungen geben könne. Wer wegen einiger Gebetswachen ein solches Gesetz auf den Weg bringt, offenbart sein mangelndes Demokratieverständnis und seinen Willen, missliebige Meinungen und Personen durch den Entzug der Grundrechte zum Schweigen zu bringen. „Gewaltloser und stiller Protest im Gebet muss in unserem Rechtsstaat zulässig sein“, so der BKR-Vorsitzende Roger Zörb aus Hamburg.

Der BKR tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung.

BKR- Jahrestagung 2023

Die Jubiläumstagung “25 Jahre BKR” fand am 11.11.2023 in Bonn statt mit RA Dr. Martin Nebeling, Parl. StS a.D. Prof. Dr. Günter Krings MdB, RA Prof. Dr. Sven-Joachim Otto und General a. D. Egon Ramms.

Tagung im Collegium Borromäum

RA Dr. Martin Nebeling
Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Prof. Dr. Günter Krings MdB
RA Prof. Dr. Sven-Joachim Otto
Festkommers auf dem Haus der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Ripuaria im CV zu Bonn
General a. D. Egon Ramms

Krieg … und Frieden? – Vortragsveranstaltung mit Erzbischof Dr. Stefan Heße

Ähnlich umfassend wie das Monumentalwerk Leo Tolstois, an den der Titel des Vortrags angelehnt war, bleibt die Friedensfrage ein vielbändiges Werk.

Der Friede als verbindende Ursehnsucht der Menschheit muss in neuen Kontexten stets neu gesucht und ermöglicht werden. Die Perspektive der Theologie und der christlichen Kirchen ist eine unter vielen Zugängen anderer Disziplinen. Christliche Friedensethik, die sich dem Leitbild des gerechten Friedens verpflichtet sieht, will ihren Beitrag leisten und wichtige Impulse beitragen. Dass die Haltung der Kirchen sich bisweilen von politischen Positionierungen abgrenzt, wird jüngst vielfach kritisiert.

Der Vortrag skizzierte das friedensethische Profil der katholischen Kirche und gab praktische Einblicke in die Friedensarbeit der Kirche aus dem Erfahrungsschatz des Referenten, Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg, als Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen und Vorsitzenden der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Die Veranstaltung wurde am 30.11.2023 durch die Deutsch-Atlantische Gesellschaft, Regionalforum Hamburg, in Kooperation mit dem BKR in Hamburg auf der “Rickmer Rickmers” durchgeführt.

Der BKR-Vorsitzende RA Roger Zörb (rechts) mit Erzbischof Dr. Stefan Heße (Mitte).

BKR-Klostertagung in Fulda 2023

Das sechste Einkehr-Wochenende des BKR hat vom 21. – 23. April 2023 im Franziskaner-Kloster Frauenberg in Fulda stattgefunden.

Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen stand (nach den Themen „Gerechtigkeit“ 2015, „Barmherzigkeit“ 2016, „Wahrheit“ 2017 „Tapferkeit 2018, „Mäßigung“ 2019 und „Soziale Gerechtigkeit“ 2020) das Thema „Gott ins Leben lassen“.

Viele Menschen, selbst Christen, leben als ob es Gott nicht gäbe. In gewisser Weise ist unsere Zeit von einer Gott-Vergessenheit gekennzeichnet. So ist der Glaube an Gott keineswegs mehr gegeben oder kann vorausgesetzt werden, vielmehr fragen Menschen, was ihnen der Glaube eigentlich bringt oder bringen kann. Wer Gott ins Leben lässt, so hat es Papst Benedikt XVI. formuliert, „dem geht nichts, nichts – gar nichts verloren von dem, was das Leben frei, schön und groß macht. Nein, erst in dieser Freundschaft öffnen sich die Türen des Lebens.“

Bereits am Freitag führte der Theologe und Bioethiker Professor Dr. Dr. Ralph Weimann aus Rom nach der Abendvesper der Franziskaner und Eröffnung durch den Vorsitzenden Roger Zörb fundiert in das Thema ein.

Am frühen Samstagmorgen feierte Don Weinmann eine eindrucksvolle Messe am Grab des Heiligen Bonifatius im Hohen Dom zu Fulda und spendete den Teilnehmern dort den besonderen Bonifatius-Segen. Danach vertiefte er das Thema der Einkehr unter dem Aspekt „Gott begegnen in der Liturgie/Eucharistie“.

Gott ist Mensch geworden, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Dazu hat er den Neuen und ewigen Bund in seinem Blut geschlossen, das am Kreuz für die Erlösung aller Menschen vergossen wurde. Unter den Gestalten von Brot und Wein wird dieses Geheimnis des Glaubens in der Eucharistie gegenwärtig. Don Weimann machte deutlich, dass es weder um ein symbolisches Gedächtnis noch um ein gewöhnliches Mahl geht, sondern um die wirkliche und substanzielle Gegenwart Gottes im Opfer seiner selbst. Der in der Person Christi handelnde Priester spricht die Wandlungsworte; sie seien in gewisser Weise Schöpferworte einer neuen göttlichen Wirklichkeit. Der Empfang des Leibes und Blutes Christi bedeute die innigste Vereinigung mit Gott und setze die volle Gemeinschaft mit ihm und seiner Kirche voraus („Stand der Gnade“).

Bereichert wurden die Einheiten durch den inzwischen traditionellen mittäglichen Besuch des emeritierten Ortsbischofes Heinz Josef Algermissen, der den Teilnehmern einen interessanten aktuellen Bericht gab über die Situation der Kirche in Deutschland, insbesondere zum „Synodalen Weg“.

Gestärkt durch die Heilige Messe am Sonntag in der spätbarocken und künstlerisch wertvoll ausgestatteten Klosterkirche, rundete wiederum das BKR-Mitglied Urs Fabian Frigger die Einkehr mit einem Exkurs in das Kirchenrecht („Hoch zu Ross … – eine kleine Kunde des Rechts zum Hineinreiten und anderer Privilegien in der Kirche“) ab und klärte die Teilnehmer unter anderem darüber auf, dass der französische Präsident Emmanuel Macron als Ehren-Domherr der Lateran-Basilika in „seine“ Kirche zu Pferde gelangen dürfe – was dem deutschen Bundespräsidenten allenfalls in Regensburg gestattet sei …

Die Tradition der BKR-Klostertage auf dem Frauenberg wird im kommenden Jahr fortgesetzt.

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