Autor: uf

Zur Fastenzeit kehrt der BKR wieder ein. Traditionell treffen sich die BKR-Mitglieder zu ihrer Klostertagung im Franziskaner-Kloster auf dem Frauenberg in Fulda. Die nächste Klostertagung findet vom 29.03.2019 bis zum 31.03.2019 (freitags bis sonntags) statt. Im Mittelpunkt steht dieses Mal die Tugend der “temperantia” – der Mäßigkeit.

Der Katechismus definiert das Thema wie folgt: “Die Mäßigung ist jene sittliche Tugend, welche die Neigung zu verschiedenen Vergnügungen zügelt und im Gebrauch geschaffener Güter das rechte Maß einhalten läßt. Sie sichert die Herrschaft des Willens über die Triebe und läßt die Begierden die Grenzen des Ehrbaren nicht überschreiten. Der maßvolle Mensch richtet sein sinnliches Streben auf das Gute und bewahrt ein gesundes Unterscheidungsvermögen. Im Neuen Testament wird sie „Besonnenheit” oder „Nüchternheit” genannt. Wir sollen „beson-nen, gerecht und fromm in dieser Welt leben” (Tit 2,12).”

Am Freitagabend führt – wie gewohnt – der Geistliche Rat Pfarrer Winfried Bittner (Bischöfliches Generalvikariat Fulda) in die Thematik ein.

Das Hauptreferat am Samstag hält Prof. Dr. Christoph Ohly (Ohly, Jahrgang 1966, studierte Philosophie und Theologie in Bonn und Rom. 1991 Priesterweihe in Rom, 1993 – 1996 Kaplan in Wuppertal, seit 2010 Ordinarius für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Trier, seit 2015 Studiendekan der Theologischen Fakultät Trier).

Politischer Gesprächspartner ebenfalls am Samstag wird Dr. Stefan Ruppert MdB, Parlamentarischer Geschäftsführer und kirchenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag.

Am Sonntag schließen die Heilige Messe in der Klosterkirche sowie der traditionelle Vortrag mit Diskussion zum Kirchenrecht durch den stellv. BKR-Vorsitzenden Lic. iur. can. Urs Fabian Frigger (diesmal zum Thema “Apostasie, Häresie und Schisma – wann bin ich exkommuniziert?”) statt.

Das seit 1623 bestehende Franziskanerkloster liegt in einem Park auf einem der sieben Hügel Fuldas mit einer herrlichen Sicht über die Stadt Fulda und die umliegenden Berge von Rhön und Vogelsberg. Die Klosteranlage ist ein spätbarocker Bau mit einer künstlerisch wertvoll ausgestatten Kirche, die umfassend saniert wurde.

Das Einkehr-Wochenende wird uns die wunderbare Gelegenheit bieten, miteinander intensiv ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen. Außerdem werden uns Einblicke ins Kloster gewährt, die Besuchern für gewöhnlich nicht geboten werden.

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Zimmer begrenzt. Bei Bedarf an einer Belegung als Doppelzimmer muss dies zuvor geklärt werden. Die Kosten werden bei ca. EUR 180,00 pro Person liegen. Dieser Betrag beinhaltet die Unterbringung im Einzelzimmer, Vollpension sowie einen geringen Tagungsbeitrag für die weiteren Kosten.

Hinweis: Wir werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigen.Es besteht aber selbstverständlich die Möglichkeit, bei Absage einen Ersatzteilnehmer zu stellen.

Anmeldeschluss: 31. Januar 2019

Die 20. Jahrestagung des Bundes Katholischer Rechtsanwälte (BKR) hat am 10. November 2018 in Bonn stattgefunden.

Zunächst nahm in einem gehaltvollen geistlichen Impuls Prof. P. Dr. Edward Fröhling SAC, Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und Spiritualität an der Philsophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar, die Teilnehmer auf eine spannende und überraschende Reise durch die Theologie von Augustinus bis hin zu Dorothee Sölle mit.

Im Anschluss eröffnete der BKR-Vorsitzende Rechtsanwalt Roger Zörb aus Hamburg die Jahrestagung und betonte die drei Säulen des Verbandes: Den Dienst am Mandanten, die gegenseitige Unterstützung im Netzwerk und Einflußnahme auf Politik, Gesellschaft und Kirche. Zur Verwirklichung dieser Ziele in 20 Jahren BKR gratulierte in Bonn auch Manfred Speck, Präsident der Katholischen Akademikerarbeit (KAD) und Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK).

Zum Dienst am Mandanten gehört für die Mitglieder des BKR seit 20 Jahren auch regelmäßige Fortbildung – zum Beispiel im Rahmen des anspruchsvollen Seminarteils der Jahrestagungen. Mit dem Verbandsmitglied Rechtsanwalt Christian Sitter aus Gotha konnte der BKR in diesem Jahr erneut einen profilierten Referenten gewinnen, der sich dem aktuellen Thema Datenschutzgrundverordnung widmete. Sitter ist insbesondere als Fachanwalt für IT-Recht und Fachanwalt für Verwaltungsrecht ein profunder Kenner der Datenschutzmaterie und auch Autor zahlreicher und viel beachteter Veröffentlichungen zum Datenschutzrecht.

Die anschließende Mitgliederversammlung bestätigte den Vorsitzenden und die weiteren Vorstandsmitglieder im Amt. Für den ausgeschiedenen Vorstand Nikolaus Jung wurde Klaus Weskamp in den Vorstand gewählt. Jung gehörte während der gesamten 20 Jahre zunächst als Vorsitzender, später als stellvertretender Vorsitzender dem Vorstand an.

Höhepunkt und Abschluß der Jahrestagung war der traditionelle Festkommers auf dem Hause der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Ripuaria im CV. Den Festvortrag hielt Generalbundesanwalt Dr. Peter Frank (KDStV Cheruscia Würzburg im CV) zum Thema „Die strafrechtliche Verfolgung von Terrorismus“. Er führte aus, daß die Zusammenarbeit der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene stärker geworden ist, da eine wirksame Terrorismusbekämpfung nur bei internationalem Austausch möglich sei. Der Rechtsstaat sei eine Errungenschaft, die darauf basiert, daß wir unser Zusammenleben in einer staatlichen Gemeinschaft auf den Grundlagen des Rechts regeln und die Gesetze auch tatsächlich angewendet und durchgesetzt werden. Rechtsstaat sei nur in einer Demokratie möglich und Demokratie nur ein einem Rechtsstaat. Daher sei jeglicher Form des Extremismus – komme er von links, rechts oder aus dem Islam – entschieden entgegenzutreten.

Am Ende der stimmungsreichen studentischen Feier waren sich viele Teilnehmer einig, dass es eine der schönsten Jahrestagungen der vergangenen 20 Jahre war – und dass der BKR gestärkt die nächsten 20 Jahre in Angriff nehmen kann.

 

Die vierte Klostertagung des BKR hat vom 2.-4. März 2018 im Franziskaner-Kloster Frauenberg in Fulda stattgefunden. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stand – erneut passend zum Berufsstand – das Thema „Tapferkeit“. Am Freitag führte der Geistliche Rat Pfarrer Winfried Bittner aus Fulda nach der Eröffnung durch den BKR-Vorsitzenden Roger Zörb anhand des Katechismus und einiger Schriften des christlichen Philosophen Josef Pieper in das Thema ein mit der Erkenntnis „Die Tapferkeit ist die Tugend der Mitte zwischen Feigheit und Tollkühnheit“. Nach der Heiligen Messe mit den Franziskanern vertiefte Professor Dr. Cornelius Roth (KDStV Palatia Marburg im CV) das Thema am Samstag anhand der Lektüre und Diskussion einiger Schriften von Thomas Morus, Pater Christian de Chergé und nochmals Josef Piepers. Deutlich wurde jeweils, dass Tapferkeit das Standhalten meint, nicht den Angriff und stets eine Hinordnung an das Gute voraussetzt. Unterbrochen wurden die Einheiten des ehemaligen Regens des Fuldaer Priesterseminars durch einen mittäglichen Besuch des örtlichen Bundestagsabgeordneten Michael Brand (WKStV Unitas-Salia Bonn), der einen aktuellen Bericht aus Berlin abgab. Gestärkt durch die Heilige Messe am Sonntag in der spätbarocken und künstlerisch wertvoll ausgestatteten Klosterkirche, rundete wiederum der stellvertretende BKR-Vorsitzende Urs Fabian Frigger, Rechtsanwalt in Bad Homburg und Lizentiat des Kanonischen Rechts, die Einkehr mit einem Exkurs in das kirchliche Vermögensrecht („Ein neues Limburg verhindern“) ab. Mögen die Tage auf dem Frauenberg die Teilnehmer stärken, in Schwierigkeiten standzuhalten, im Erstreben des Guten durchzuhalten und allen Prüfungen und Verfolgungen die Stirn zu bieten!

Aufgrund der guten Resonanz der Teilnehmer wird die Tradition der Einkehr-Wochenenden des BKR auf dem Frauenberg im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Bericht: Roger Zörb

Fotos: Heinrich Michael Roth

Die 19. Jahrestagung des Bundes Katholischer Rechtsanwälte (BKR) hat am 4. November 2017 in Bonn stattgefunden.

Pfarrer Dr. Wolfgang Picken, leitender Pfarrer für den Seelsorgebereich Bad Godesberg, eröffnete die Tagung mit einem geistlichen Impuls, der sich insbesondere mit dem zurückliegenden Feiertag Allerheiligen beschäftigte und einen Bogen zur beruflichen Tätigkeit der Teilnehmer schlug: Die Arbeit sei nicht allein einer der höchsten menschlichen Werte und das Mittel menschlicher Mitwirkung am Fortschritt der Gesellschaft; sie sei auch ein Weg der Heiligung.

Ergänzend betonte der Vorsitzende des BKR RA Roger Zörb aus in seiner Begrüßung die drei Säulen des Verbandes: Den Dienst am Mandanten, die gegenseitige Unterstützung im Netzwerk und Einflußnahme auf Politik, Gesellschaft und Kirche.

Zum Dienst am Mandanten gehört für die Mitglieder des BKR auch regelmäßige Fortbildung – zum Beispiel im Rahmen des anspruchsvollen fünfstündigen Seminarteils der Jahrestagungen. Mit Rechtsanwalt Norbert Schneider konnte der BKR in diesem Jahr erneut einen profilierten Referenten gewinnen, der sich schwerpunktmäßig mit ausgewählten Abrechnungsproblemen aus der Praxis beschäftigte. Auch typische Haftungsfälle wurden aufgezeigt, die mitunter erhebliche Gebührenverluste nach sich ziehen. Ein Seminar, das sich sofort bezahlt machte.

Höhepunkt und Abschluss der Jahrestagung war der traditionelle Festkommers auf dem Hause der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Ripuaria im CV. Den Festvortrag hielt Professor Dr. Dr. h. c. Klaus Rennert (Unitas Eckhardia Freiburg), Präsident des Bundesverwaltungsgerichtes, zum Thema „Menschenwürde und Menschenbild – Wieviel Christentum steckt im Grundgesetz?“. In seiner mit viel Applaus bedachten Rede unterstrich der Präsident, dass er das Grundgesetz für eine Verfassung hält, mit der die Kirche sehr zufrieden sein könne. Das Grundgesetz errichte natürlich keinen Gottesstaat, sondern einen weltlichen Staat, erfülle aber viele der Anforderungen, die vom christlichen Standpunkt aus überhaupt an eine Staatsverfassung gerichtet werden können, in einem beachtlichen Maße. Die Religionsfreiheit biete die Grundlage, den Standpunkt des Christentums immer wieder zur Geltung zu bringen und zwar auch und gerade im öffentlichen Leben, in Staat und Gesellschaft. Die christlichen Kirchen, jeder einzelne Christ und auch Verbände wie der BKR seien hier überaus wichtige Akteure.

Die 20. Jahrestagung des BKR findet am 10. November 2018 in Bonn statt und beschäftigt sich anläßlich des Jubiläums ganztägig mit dem Thema „Verhältnis Staat und Kirche – positive Neutralität oder Absage an eine Werteorientierung?“.

Bericht: Roger Zörb

Von links: Dr. Martin Schoser (BKU-Geschäftsführer) Festredner Prof. Dr. Klaus Rennert (Präsident des Bundesverwaltungsgerichts), RA Roger Zörb (BKR-Vorsitzender)

Bund Katholischer Rechtsanwälte e.V. 
Bundesgeschäftsstelle 
Georgstr. 18 
50676 Köln 
Telefon: 0221/272 37-77 
Telefax: 0221/272 37-27 


Bürozeiten: 
Montag bis Donnerstag:
9:00 Uhr bis 16:00 Uhr 
Freitag 9:00 bis 12:00 Uhr