BKR übt scharfe Kritik an ARD Christmette

Schleim statt Heilige Nacht – BKR kritisiert ARD-Christmette als Respektlosigkeit gegenüber dem Glauben

Der Bund katholischer Rechtsanwälte (BKR) zeigt sich fassungslos über die diesjährige Live-Übertragung der Christmette durch die ARD. In einer baden-württembergischen Kirche wurde das Jesuskind nicht als Neugeborenes in der Krippe dargestellt, sondern als erwachsener Mensch, der sich aus einer schleimigen Hülle windet. Weihnachten als Body-Horror-Performance – zur Primetime im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

„Das ist keine kreative Interpretation, das ist eine Entfremdung der Weihnachtsbotschaft auf Kosten der Gläubigen“, erklärt Roger Zörb, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht sowie Vorsitzender des BKR. „Wer an Heiligabend einschaltet, erwartet Trost, Würde und die Botschaft von Hoffnung – nicht eine verstörende Inszenierung, die eher an Experimentaltheater erinnert.“

Dass diese Darstellung ausgerechnet im Rahmen einer liturgischen Feier und unter Mitwirkung eines öffentlich-rechtlichen Senders erfolgte, verschärft aus Sicht des BKR das Problem erheblich. Kunstfreiheit endet dort, wo religiöse Kerninhalte entstellt und die Glaubensüberzeugungen von Millionen Christen ohne Not provoziert werden.

„Niemand verlangt Betonsakralität oder Kunstverbot“, ergänzt Sven-Joachim Otto, Rechtsanwalt und stellvertretender Vorsitzender des BKR. „Aber wer Liturgie zur Bühne für Grenzüberschreitungen macht, darf sich nicht wundern, wenn Vertrauen verloren geht. Weihnachten ist kein Kuratorenprojekt, sondern das höchste Fest der Christenheit.“

Der BKR warnt vor einer schleichenden Gewöhnung an religiöse Respektlosigkeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wenn selbst die Christmette zur Projektionsfläche für Provokation werde, drohe eine weitere Entfremdung zwischen Medien, Kirchen und Gläubigen.

Der Bund katholischer Rechtsanwälte fordert die Verantwortlichen bei ARD und Kirche auf, künftig wieder stärker zwischen künstlerischem Experiment und liturgischer Verantwortung zu unterscheiden. Nicht alles, was Aufmerksamkeit erzeugt, ist auch angemessen – schon gar nicht an Weihnachten.

Bund Katholischer Rechtsanwälte e.V. 
Bundesgeschäftsstelle 
Georgstr. 18 
50676 Köln 
Telefon: 0221/272 37-77 
Telefax: 0221/272 37-27 


Bürozeiten: 
Montag bis Donnerstag:
9:00 Uhr bis 16:00 Uhr 
Freitag 9:00 bis 12:00 Uhr