BKR mahnt festes Fundament im Glauben an

PRESSEMITTEILUNG

BKR: Kirchliche Erneuerung braucht ein festes Fundament im Glauben

Bund Katholischer Rechtsanwälte würdigt den geistlichen Impuls Kardinal Müllers: Recht und Strukturen müssen dem Auftrag der Kirche dienen.

27. Oktober 2026. Der Bund Katholischer Rechtsanwälte (BKR) begrüßt den Aufruf von Gerhard Kardinal Müller zur geistlichen Erneuerung der Kirche. In seiner Predigt zum hundertjährigen Bestehen der Diözese Łomża hat der frühere Präfekt der Glaubenskongregation die persönliche Hinwendung zu Christus und das Leben aus den Sakramenten in den Mittelpunkt gestellt.

„Die Kirche lebt aus einem Fundament, das ihr vorgegeben ist: Jesus Christus und sein Evangelium. Dieses Fundament bindet auch diejenigen, die in der Kirche Verantwortung tragen“, erklärt Prof. Dr. Sven-Joachim Otto, stellvertretender Vorsitzender des BKR. „Wer kirchliche Erneuerung gestalten will, muss sich deshalb zuerst der Frage stellen, wie der Glaube neu vertieft und glaubwürdig gelebt werden kann.“

Kirchliches Recht steht im Dienst der Sendung

Aus Sicht des BKR gibt Müllers Predigt Anlass, auch die Aufgabe des kirchlichen Rechts neu ins Bewusstsein zu rufen. Es schützt Rechte, begrenzt Macht und schafft verlässliche Verfahren. Zugleich ist es dem geistlichen Auftrag der Kirche verpflichtet.

„Rechtssicherheit, wirksamer Schutz vor Missbrauch und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten sind unverzichtbar. Ihre Gestaltung muss sich am Wesen und an der Sendung der Kirche orientieren“, betont Otto. „Auch kirchliche Mehrheitsentscheidungen bleiben an das gebunden, worüber die Kirche selbst nicht frei verfügen kann.“

Umkehr verpflichtet gerade die Verantwortlichen

Der Ruf zur persönlichen Erneuerung richtet sich nach Auffassung des BKR besonders an Menschen in kirchlichen Leitungsämtern. Geistliche Autorität verlangt die Bereitschaft, das eigene Handeln zu prüfen, Fehler offenzulegen und Verantwortung zu übernehmen.

„Der Verweis auf den göttlichen Ursprung der Kirche erhöht den Anspruch an menschliche Verantwortung“, so Otto. „Wer im Namen der Kirche handelt, schuldet den Menschen Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und einen gewissenhaften Umgang mit der anvertrauten Macht.“

Der BKR ermutigt dazu, die Debatte über die Zukunft der Kirche stärker aus ihren geistlichen Quellen zu führen. Verkündigung, Sakramente und tätige Nächstenliebe müssen das kirchliche Leben prägen.

„Die Kirche gewinnt Glaubwürdigkeit, wenn ihre Botschaft und ihr Handeln übereinstimmen. Erneuerung beginnt mit der Bereitschaft, sich selbst vom Evangelium in Anspruch nehmen zu lassen.“

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