Roger Zörb trifft den Kölner Kardinal Woelki
Pressemitteilung des BKR
BKR-Vorsitzender Roger Zörb im Gespräch mit Kardinal Rainer Maria Woelki anlässlich der Verabschiedung des Apostolischen Nuntius Erzbischof Nikola Eterović in Berlin
Berlin/Hamburg/Düsseldorf. Anlässlich der Verabschiedung des Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, kam der Vorsitzende des Bundes katholischer Rechtsanwälte, Roger Zörb, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg, in Berlin mit dem Erzbischof von Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, zu einem persönlichen Gespräch zusammen.
Der feierliche Anlass würdigte den langjährigen diplomatischen und kirchlichen Dienst Erzbischof Eterovićs in Deutschland. Als Vertreter des Heiligen Stuhls hat der Apostolische Nuntius über viele Jahre hinweg die Verbindung zwischen der Weltkirche und der Kirche in Deutschland mitgeprägt. Seine Amtszeit fiel in eine Phase erheblicher kirchlicher, gesellschaftlicher und rechtlicher Herausforderungen. Gerade in solchen Zeiten kommt der diplomatischen, vermittelnden und zugleich verbindenden Funktion des Nuntius eine besondere Bedeutung zu.
Roger Zörb betonte im Anschluss an das Gespräch die Bedeutung des kirchlichen Dialogs und der rechtlichen Verantwortung katholischer Laien in der Öffentlichkeit:
„Die Begegnung mit Kardinal Woelki anlässlich der Verabschiedung von Erzbischof Eterović war ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit. Der BKR versteht sich als Stimme katholischer Juristinnen und Juristen, die die Kirche nicht aus der Distanz betrachten, sondern aus Verantwortung, Glauben und fachlicher Kompetenz begleiten. Gerade in einer Zeit, in der kirchliche Fragen zunehmend auch rechtliche, gesellschaftliche und mediale Dimensionen haben, braucht es den offenen Austausch zwischen kirchlicher Leitung und katholischen Rechtsanwälten.“
Der Bund katholischer Rechtsanwälte sieht in der Verabschiedung des Apostolischen Nuntius zugleich einen Anlass, die Bedeutung des kirchlichen diplomatischen Dienstes hervorzuheben. Der Nuntius steht nicht nur für die diplomatische Repräsentanz des Heiligen Stuhls, sondern auch für die geistliche und institutionelle Verbindung der Ortskirchen mit dem Papst und der universalen Kirche.
Prof. Dr. Sven-Joachim Otto, Rechtsanwalt in Düsseldorf und stellvertretender Vorsitzender des BKR, erklärte hierzu:
„Das Amt des Apostolischen Nuntius ist von hoher kirchenrechtlicher und kirchenpolitischer Bedeutung. Es verbindet diplomatische Repräsentation, kirchliche Kommunikation und die Mitwirkung an zentralen Personal- und Leitungsfragen der Kirche. Erzbischof Eterović hat dieses Amt in Deutschland in einer besonders anspruchsvollen Phase ausgeübt. Der BKR dankt ihm für seinen Dienst und sieht zugleich die bleibende Aufgabe, das Verhältnis von Kirche, Recht und Gesellschaft sachlich, loyal und zugleich verantwortungsbewusst mitzugestalten.“
Der BKR wird auch künftig den Dialog mit kirchlichen Verantwortungsträgern suchen und sich mit seiner juristischen Expertise in Fragen einbringen, die das Verhältnis von Kirche, Staat, Recht und Gesellschaft betreffen. Maßstab bleibt dabei die Verbindung von fachlicher Präzision, kirchlicher Loyalität und dem Bewusstsein für die besondere Verantwortung katholischer Juristen im öffentlichen Raum.
Über den BKR:
Der Bund katholischer Rechtsanwälte ist ein Zusammenschluss katholischer Juristinnen und Juristen, die sich aus ihrem Glauben heraus mit rechtlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Fragestellungen befassen. Ziel des BKR ist es, katholische Positionen im juristischen Diskurs sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Kirche, Recht und Gesellschaft zu fördern.
